Rechte Forderungen Admin

200.000 Zuwanderer pro Jahr?

In Migration am 18. August 2011 um 12:56 pm

Deutschland braucht 200.000 Zuwanderer pro Jahr – Deutsche Arbeitnehmer können offene Stellen bald nicht mehr alleine besetzen. BA-Chef Weise rechnet vor, wie viele Zuwanderer nötig sind.. Quelle: Welt.de

Es wäre ein Irrsinn wenn sowas durchsetzt. Selbst wenn es hier um Personen geht die arbeiten und zu unserem Wohlstand beitragen, würde es den Austausch der Bevölkerung vorantreiben. Das mag nicht jeden stören, aber wir würden auf die Art halt unser Land und unsere Identität verlieren.

Trotzdem sind plumpe und möglicherweise auch noch wirtschaftsfeindliche Antworten darauf absolut nicht hilfreich. Man muss sich mit den Problemen der Wirtschaft und dem Problem des Arbeitskräftemangels schon sachlich auseinander setzen und versuchen bessere Vorschläge zu machen. Einer Verlagerung von Betrieben oder Betriebsteilen ins Ausland wegen des Mangels an Arbeitskräften kann nicht im deutschen Interesse sein, ebenso wie eine teure Pflege oder gar inhumane Zustände im Pflegesystem aufgrund von Personalmangel. Davon abgesehen schaden sich migrationskritische Parteien selbst, wenn sie zu plump und unflexibel auf solche Forderungen nach Zuwanderung reagieren. Ich will daher Vorschläge für Verhandlungsangebote aufzeigen, aber auch eine Möglichkeit gegen die Wirtschaft ausserparlamentarisch Druck zu machen.

Grundsätzlich setze ich mal voraus das wir diese Arbeitskräfte wirklich brauchen und nicht selbst bereits stellen können. Andernfalls hätte sich das Thema freilich gleich erledigt.

Der Erste Denkfehler ist dann aber schonmal das Herr Weise die Notwendigkeit von Arbeitskräften mit Zuwanderung gleichsetzt. Das ist schlicht falsch, denn man muss nur um die kleine Gruppe der Hochqualifizierten werben, auch indem man ihnen ein Bleiberecht und eine schnelle Einbürgerung anbietet. Nur diese Gruppe hat weltweit die Wahl wo sie arbeitet und Deutschland hat es auch so schon schwer. Für den Rest reicht ein zeitlich befristeter Aufenthaltsstatus als Gastarbeiter. Diese hatten in der Vergangenheit die schlechte Angewohnheit zu bleiben, gerne wird dies insbesondere auch von den Befürwortern einer Zuwanderungspolitik als Argument dagegen genutzt. Es handelte sich dabei aber schlicht um politische Unfähigkeit. Die Kosten für die Ausbildung der Gastarbeiter lag bei den Firmen, während sie aber dank der Gewerkschaften gleiche Löhne zahlen mussten. Zudem hat man dann den Familiennachzug erlaubt und so wurde eine Rückführung immer schwieriger, zumal die Gastarbeiter als “befreundeten Staaten” kamen, mit denen man es sich ja nicht verscherzen konnte.

Der Vorschlag ein funktionierendes Gastarbeitersytem zu etablieren, nimmt den Befürwortern der Massenzuwanderung gehörig Wind aus den Segeln. Funktionierend bedeutet in diesem Fall, dass die Gastarbeiter auf gar keinen Fall dauerhaft im Land bleiben. Es darf dazu keine Möglichkeit geben, nicht durch eine schlechte Regierung, noch durch Klagen, oder auf anderem Wege. Im Idealfall dürfen die Beteiligten daran gar kein Interesse haben. Eine interessante Möglichkeit wäre es beispielsweise, sowohl mit den Gastarbeitern selbst als auch den Firmen Verträge abzuschliessen, die Sie zu extrem hohen Strafzahlungen verpflichtet wenn sie auf irgendeine Art dauerhaft im Land bleiben. Selbst wenn sie ein Recht haben sollten aus irgendeinem Grund zu bleiben, sollte sie dies davon abhalten. Die Wirtschaft hätte dann zudem ein erhebliches Interesse daran das keine Partei an die Macht kommt, welche ein Daueraufenthaltsrecht verteilt. Da die Rotation von Gastarbeitern den Firmen aber höhere Kosten verursacht als Einwanderung, sollten sie diese Kosten zumindest dem jeweiligen Gehalt abziehen können. Falls dies aus irgendwelchen tarifrechtlichen Gründen nicht möglich ist, sollte man die Gastarbeiter verpflichten eine Sonderabgabe an den Staat zu zahlen und der transferiert das Geld an das jeweilige Unternehmen. Den Gastarbeitern geringere Löhne zu bezahlen und dafür eine Quotenregelung für Deutsche einzuführen wäre wohl die beste Lösung, so gäbe es bei einem hohen wirtschaftlichem Nutzen für Deutschland und seine Unternehmen keinen Konkurrenz um Arbeitsplätze zuungunsten der Einheimischen. Dies ist aber aufrund von EU-Verträgen, Gewerkschaften und anderen Gegnern wohl leider utopisch. Entscheidend ist, dass man verhindert das Unternehmen ein Interesse an einem Daueraufenthalt der Gastarbeiter haben, weil ihnen sonst hohe Kosten entstehen.

Ausserdem muss man noch die Möglichkeit schaffen die Gastarbeiter in Drittstaaten abzuschieben wenn sie ihr Heimatland nicht zurück nimmt, oder sich die Sicherheitslage negativ entwickelt und desswegen die Gefahr eines Anspruch auf Asyl besteht. Auch sollte man von vornherein nur Gastarbeiter als Ländern ins Land lassen, die keinen nennenswerten Druck auf uns ausüben können. Schwache, arme, aber stabile Staaten, ohne strategische Bedeutung für Europa, die zudem weit weg liegen bieten sich hier an. Das Gastarbeiter aus der Türkei oder Arabien indiskutabel sind versteht sich von selbst.

In anderen Ländern funktionieren Gastarbeitersysteme auch, Dubai und Singarpur seien hier als Beispiele genannt. Gerade im Pflegebereich könnte Deutschland so sehr viel Geld sparen und trotzdem zugleich eine humanere Pflege ermöglichen. Je nach Standort der Pflegeeinrichtungen und im Fall einer arbeitsnahen Unterbringung der Gastarbeiter käme es auch nur zu wenig Kontakt zwischen den Arbeitskräften und der einheimischen Bevölkerung. Freilich gibt es noch die Theorie, dass Gastarbeiter der Wirtschaft schaden, da sie Effizenzsteigerungen verhindern. Das mag für die Industrie gelten oder auch nicht, den Personalmangel im Pflegebereich wird man auf jeden Fall ausgleichen müssen, es sei denn der japanische Weg mit den Pflegerobotern setzt sich durch.

Eine Senkung des Bedarfs an Pflegekräften in Deutschland könnte man allerdings auch noch erreichen indem man es möglich macht, sich im Ausland pflegen zu lassen und trotzdem die Pflegekasse dafür aufkommt. Gerade für die vielen Alleinstehenden würde sich dies anbieten, da sie ja keine Familie haben die sie Zwecks Besuchs in Reichweite haben will.

Kommen wir zum Thema Zuwanderung zurück. Wenn man einen weiteren Austausch der Bevölkerung ablehnt, würde sich auch die Forderung nach der bevorzugten Zuwanderung von Personen mit überwiegend deutschen Wurzeln anbieten. Man könnte der Wirtschaft beispielsweise nahelegen, insbesondere in US-Bundesstaaten Personal für die deutschen Standorte auzubilden in denen grosse Teile der Bevölkerung überwiegend deutsche Wurzeln haben. Oder man bietet ihnen oder generell jungen Menschen die eine überwiegend deutsche Abstammung nachweisen können an, dass sie sich in Deutschland ausbilden lassen und hier ausserdem Deutsch lernen und sich integrieren können, die Staatsbürgerschaft bekommen und sie ihre Familie nachholen können.

Sollte dies nicht durchsetzbar sein, kann man immer noch die Bevorzugung von Einwanderern jeweils nach Herkunftsstaat verlangen und dies mit geringeren kulturellen Hürden und einer einfacheren Integration begründen. Einwanderung unabhängig von der Herkunft und dem kulturellen Hintergrund sollte nur für eine kleine Anzahl sehr hoch Qualifizierter möglich sein.

Ein sinnvoller Ansatz bei politischen Verhandlungen wäre es auch, einer geringen Einwanderung von Hochqualifizierten zuzustimmen, wenn es im Gegenzug strengere Zuwanderungsregeln für andere Gruppen gibt. Eine Auswahl gibt es hier. Aufgrund der hohen Zahl von Zugewanderten die einer nichtdeutschen Minderheit angehören und wegen demografischen Entwicklung wäre es aber vor allem auch ratsam die freiwillige Rückwanderung von niedrig Qualifizierten zu fördern. Diese Forderung liese sich in politischen Verhandlungen und Diskussionen ebenso mit dem Angebot einer zahlenmässig geringen Einwanderung von Hochqualifizierten verbinden.

Zur parlamentarischen Durchsetzung entsprechender Entscheidungen dürfte den rechtsdemokratischen Parteien derzeit und in absehbarer Zukunft die Macht fehlen. Glücklicherweise sind gerade Hochqualifizierte sehr empfindlich was die Wahl ihrer zukünftigen Heimat angeht. Auf Kampagnen gegen Zuwanderung in deren Umfeld würde man von Seiten der Wirtschaft daher sicherlich sehr sensibel reagieren und sogar die etablierten Parteien würden dann einsehen, dass man dem eigenen Volk nicht alles zumuten kann. Ein paar böse Briefe da und ein paar Plakate da, schon ist ein Schaden angerichtet den man in Millionen beziffern könnte. Wer keine solchen Kampagnen will, wird auf Massenzuwanderung von Nichtdeutschen von ausserhalb der EU verzichten müssen. Punkt.

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